Das Unternehmen
Die Gründung
Die älteste Bahnhofsbuchhandlung Deutschlands: in Heidelberg
Bereits im Jahre 1854 hatte Carl Schmitt, schon früh die Zeichen der Zeit und die künftige Bedeutung der Eisenbahn erkennend, nach englischem Vorbild eine erste Verkaufsstelle für „Reiselitteralien“ (diese bestand zunächst aus Tisch und Stuhl) auf dem Heidelberger Bahnhof errichtet.
Und damit setzte – analog dem Ausbau des badischen Eisenbahnnetzes – die Entwicklung des Unternehmens als Filialbetrieb im Bereich der „Großherzoglichen Gereraldirection der badischen Staatseisenbahnen Carlsruhe“ ein.
Carl Schmitt verkaufte 1876 die Universitätsbuchhandlung „Bangel & Schmitt“ an den Buchhändler Wilhelm Hoffmann aus Cöthen, der das Geschäft drei Jahre später an Otto Petters aus Dessau weiterveräußerte.
Carl Schmitt widmete sich nunmehr ausschließlich dem Bahnhofsbuchhandel. Bis gegen Ende des 19. Jahrhunderts war das Filialnetz auf 21 Bahnhöfe in Baden (zwischen Mannheim, Basel, Konstanz) ausgedehnt, und seit 1870/71 waren weitere 11 Verkaufsstellen in Bahnhöfen von Elsass-Lothringen (u. a. Straßburg, Colmar, Metz) hinzugekommen.
Heute umfasst das Filialnetz von Karl Schmitt & Co. KG 39 Filialen an 32 Standorten.
Neugründung der Bahnhofsbetriebe „Schmitt & Hahn“
Am 21.09.1990 gründeten Ulrich Hahn und Karl-Hans Schmitt die Firma „Bahnhofsbetriebe Schmitt & Hahn“ zur Inbetriebnahme von Buch- und Presse-Angebotsstellen in mehreren Bahnhöfen Thüringens (Eisenach, Gera, Erfurt, Weimar).
Und 1992 schloss die Deutsche Bahn den Pachtvertrag für den Buch- und Presseverkauf im Bahnhof Nürnberg mit „Schmitt & Hahn“ ab.
Im Jahre 2007 konnte mit der Flughafen Nürnberg GmbH Verträge für zwei neue Verkaufsstellen im Flughafen Nürnberg abgeschlossen werden.
Im Bahnhofsbuchhandel war und ist die deutsche und die internationale Presse Hauptumsatzträger. Gegenwärtig weist unser Objektstamm 8585 Titel aus, darunter beispielsweise ca. 500 verschiedene Computerzeitschriften.
Aber mit dem Erscheinen des Taschenbuches auf dem deutschen Markt um ca. 1950 war es der Bahnhofsbuchhandel, der dieser neuen Gattung zum erfolgreichen Start verhalf, während der Sortimentsbuchhandel sich ihr noch lange verschloss.
Wir erkannten im Taschenbuch als Reiselektüre sogleich eine große Chance.
Die Buchhandlung Schmitt
Als erste Stadtbuchhandlung eröffnete Karl Schmitt am 1.1.1966 die „Buchhandlung am Römerkreis“ in Heidelberg. Das war genau 90 Jahre nach dem Verkauf der „Universitätsbuchhandlung Bangel & Schmitt“ durch Carl Schmitt 1876.
Am 30.10.1970 erfolgte durch Ulrich Hahn die Übernahme der kleinen, aber lebendigen Neuenheimer Sortimentsbuchhandlung von Karlheinz Brand in der Ladenburger Straße 9.
Am 01.07.1991 erwarben wir die „Libresso-Fachbuchhandlung“ in der Brückenstraße 4.
Gleichzeitig erfolgte die Schließung der ehemaligen Sortimentsbuchhandlung in der Ladenburger Straße. Im Jahre 2006 wurde die Libresso-Fachbuchhandlung vollständig renoviert und als Sortimentsbuchhandlung unter dem Namen „Buchhandlung Schmitt & Hahn“ weiter betrieben.
Seit 1984 sind die vormals kleinen „Büchershops“ in den Bahnhöfen Heidelberg und Mannheim geräumigeren bestplatzierten Sortimentsbuchhandlungen gewichen. 1998 gelang dies auch im Bahnhof Karlsruhe.
Am 6.11.1998 eröffneten wir die neue „Buchhandlung Schmitt & Hahn“ in der Hauptstraße Nr. 8. Die umgebauten Räume der vormaligen, alteingesessenen Buchhandlung Wolff verfügen über eine Verkaufsfläche von 450 qm in 2 Etagen.
Im Heidelberger Hauptbahnhof entstand im Jahre 2007 auf einer Fläche von 322 m² eine neue Verkaufsfläche, in der die vormals getrennten Presse- und Buchverkaufsstellen nun in einer Filiale vereint sind.















